Konzept

Kultureller Bildungsverbund Parkviertel

Gesteuert durch den Fachbereich Kunst und Kultur im Amt für Weiterbildung und Kultur, Bezirksamt Mitte, und fachlich konzipiert durch die TheaterpädagogInnen des Atze Musiktheaters gründen die Kindertagesstätten, die  Grund- und Oberschulen und auch Jugendfreizeiteinrichtungen der Region einen kulturellen Bildungsverbund. Auf der Grundlage eines verbindlichen Kooperationsvertrages werden auf die Bedürfnisse, die Alterstruktur, den Bildungsstand und die Notwendigkeiten der jeweiligen Einrichtung abgestimmte Projektthemen entwickelt, zu denen mit den Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird: altersgerechte Projektinhalte sind dabei u.a.: Bewegungslieder, Tanz, Rhythmusspiele, Kompositionen, darstellendes Spiel, Musik - Percussion, Video/Film, Performance etc.

Dabei wird ein für die TeilnehmerInnen und deren Eltern deutlich erkennbares Profil des Bildungsverbundes entwickelt, das die Übergänge in die nächste Bildungseinrichtung begleitet.

Ziele und Nutzen

Bildung eines kulturellen Bildungsverbundes im Parkviertel, Wedding, in Kooperation mit dem Musiktheater Atze

1.     Unterrichtsergänzende, unterrichtsbegleitende und die Ganztagsbetreuung ergänzende Projektangebote mit dem Schwerpunkt Darstellendes Spiel / Musik für Grundschulen und Oberschulen und für Jugendfreizeiteinrichtungen

2.     Projektangebote für Kindertagesstätten

3.     Bildung eines die Einrichtungen verbindenden Profils

4.     Begleitung der Bildungsübergänge

mit  dem Ziel,  die kulturellen und sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen in der Region zu fördern und stärken und damit ihre Bildungschancen zu verbessern.

„Kulturelle Bildung“ ist unverzichtbarer Teil einer umfassenden Persönlichkeitsbildung.

Sie zielt auf künstlerische und kulturelle Kompetenz möglichst aller und befähigt den Einzelnen, Kunst und Kultur, Gesellschaft, zu verstehen, mit zu gestalten und am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teil zu haben.

Angebote der kulturellen Bildungsarbeit fördern die Ausbildung sozialer, persönlicher und gesellschaftlicher Kompetenzen. Alle Kinder und Jugendliche, die eine der kooperierenden Einrichtungen besuchen, sollen die Möglichkeit haben, sich mit den unterschiedlichen Aspekten des Genres auseinanderzusetzen und die erworbenen Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Ziel ist die Schaffung eines unterrichtsbegleitenden bzw. die Ganztagsbetreuung der Einrichtungen und Schulen ergänzenden Angebotes zum Schwerpunkt Darstellendes Spiel / Musik als verbindendes Element der Arbeit der Kindertagesstätten, der Grundschulen und der Oberschule und der Jugendfreizeiteinrichtungen.

Insbesondere das Theaterspiel, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten (Musik, Video. Tanz etc.) trägt u.a. zur Sprachförderung und einem besseren Ausdrucksvermögen der Kinder und Jugendlichen bei. Gleichzeitig werden die unterschiedlichen Einrichtungen untereinander vernetzt und die Übergänge begleitet.

Die Schwerpunktsetzung Musik und Darstellendes Spiel wird ergänzt durch Bildungsveranstaltungen in weiteren künstlerischen Bereichen, die z.B. der Vorbereitung des Übergangs von Schule in Ausbildung dienen.

Mit dem Projekt wird entsprechend der Zielstellungen der „Berliner Rahmenkonzeption Kulturelle Bildung“ eine dauerhaft und nachhaltig wirkende Kooperationsbeziehung zwischen Kulturinstitution, kommunaler Kulturverwaltung und den Schulen und Kindertagesstätten aufgebaut. Sie entwickelt für die Region eine Leuchtturmfunktion, die die sozialen Lebensbedingungen vor Ort deutlich verbessert.

Aktuelle Entwicklung

Die verbliebenen Partner des Bildungsverbunds haben sich im Herbst 2013 entschieden, im Jahr 2014 thematisch auf die Initiative "Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel" Bezug zu nehmen. Damit bekommt der Kulturelle Bildungsverbund ein neues Thema und setzt sich besonderer Weise mit seinem regionalen Umfeld auseinander. Einzelne Akzente und thematische Bezüge werden sich in den Projekten der einzelnen Einrichtungen herauskristallisieren. Das Projekt Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel ist im Bezirksamt Mitte von Berlin beim Amt für Weiterbildung und Kultur angesiedelt. Unter Einbeziehung von Anwohner/-innen, Schüler/-innen, Jugendlichen und verschiedenen Akteur/-innen der Zivilgesellschaft sowie Expert/-innen aus der Schwarzen bzw. Afrikanischen Community wird das Amt für Weiterbildung und Kultur diesen Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel gestalten.





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